BGH entscheidet über Pflichtangaben in Immobilienanzeigen

05.10.2017

Mit seiner Entscheidung am 05.10.17 hat der Bundesgerichtshof für Klarheit hinsichtlich der Pflichtangaben in Immobilienanzeigen gemäß § 16a Energieeinsparverordnung (EnEV) gesorgt. Danach sind Immobilienmakler verpflichtet die Angaben zum Energieausweis in Immobilienanzeigen zu veröffentlichen. Bei Verstoß gegen diese Verpflichtung handelt es sich um eine wettbewerbsrechtliche Irreführung durch Unterlassen, welche zu Abmahnungen bis zu hohen Vertragsstrafen führen kann.

Bei Verkauf und Vermietung bieten wir Eigentümern den Service die Erstellung des Energieausweises zu übernehmen, um die erforderlichen Pflichtangaben für das Exposé einzuholen. Die Vorlage des Energieausweises ist verpflichtend. Welcher Energieausweis benötigt wird, hängt vom Baujahr und energetischem Zustand des Gebäudes ab. Unterschieden wird zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis. Eine Wahlmöglichkeit besteht bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohneinheiten, die den Standard der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllen. Bei Wohngebäuden, die diesen Standard nicht einhalten, besteht die Pflicht zum Bedarfsausweis.